world wide wheeling - Accra / Ghana

Samstag, 10. August 2013

die Idee: eine Fahrradtour um die Welt
die Teilnehmer: alle Blogger, die gern dabeisein wollen
das Gepäck: Erfahrungen & Eindrücke rund ums Rad von überallher
die Route: immer offen, bestimmen die Teilnehmer
der Zeitplan: seit Dezember 2012 - solange es uns gefällt
die bisherigen Etappen: Myanmar (Burma)Lima/PeruVietnamNeuseeland, 
Amsterdam/NiederlandeColorado/USAKopenhagen/DänemarkDänemarkBarcelona/SpanienThailand,
EcuadorDubai, Los Angeles/Kalifornien

bisherige Specials: Niederlande

Ein echter Kontrast zum letzten Beitrag dieser Reihe, bei dem wir Summerfeeling at Venice Beach erleben durften, erwartet euch auf der nächsten Etappe unserer Fahrradweltreise. Akosua lebt in Ghana und nimmt uns mit auf eine Fahrradtour durch Accra:

"world wide wheeling" - unsere Fahrradtour um die Welt - Accra / Ghana

In Accra, der Hauptstadt Ghanas, sieht man fast an jeder Ecke Fahrräder, die zum Verkauf angeboten werden, und Fahrradfahrer, die sich zwischen den Autos auf den Straßen hindurch schlängeln.


Um in das Stadtzentrum zu kommen, fahre auch ich hin und wieder mit dem Fahrrad. Auf meinem Weg komme ich an Straßenständen vorbei, an denen Gemüse, Früchte, gegrillte Bananen und Mais, Yam Chips oder Telefonkarten verkauft werden. Oft steigt mir auch der Geruch nach Fisch, der viel zu lange in der Sonne lag, in die Nase. 


Während meiner Fahrt muss ich mehr als einmal den Autos, die einfach kreuz und quer durcheinander fahren und keine Verkehrsregeln befolgen, und Straßenhändlern, die pure water, plantain chips, Fan Ice oder Doughnuts und Brot auf dem Kopf transportieren, ausweichen.




Mein Weg führt mich vorbei an Frauen, die in ihren bunten Kleidern aus afrikanischem Stoff, mit einem Kind auf dem Rücken, einem anderen an der Hand und einer Schale mit Organen auf dem Kopf aussehen, als wären sie einem Bilderbuch entsprungen. Vorbei an mehreren Schneidereien, in denen die Schneiderinnen die tollsten Kleider zaubern, aber auch an heruntergekommenen Containerhäusern, vor denen Kinder in ihren viel zu großen Hosen stecken und mit einem kaputten Autoreifen spielen, und vorbei an einer Schule, aus der gerade die Kinder in ihren Schuluniformen kommen.
Viele Schulen sind hier in einem sehr schlechten Zustand, haben weder Fenster und Türen noch ein ganzes Dach, so dass gerade während der Regenzeit der Unterricht sofort beendet wird und die Kinder nach Hause geschickt werden, sobald es anfängt zu regnen.
Im Mai diesen Jahres habe ich zusammen mit einem ghanaischen Freund die Organisation Amebii Ghana e.V. gegründet. Amebii ist das ghanaische Wort für Kinder. Wir unterstützen Kinder, um ihnen durch den Zugang zu Bildung eine Chance auf eine selbst bestimmte, bessere Zukunft geben zu können.


Mit einem Fahrrad können die Kinder, die wir unterstützen, nichts anfangen und sie können es sich auch gar nicht leisten. Aber mit Schulbüchern und anderen Schulmaterialien, einer Schuluniform, Schulbänken, sodass sie nicht mehr auf dem nackten Boden sitzen müssen, mit jemandem, der bereit ist, für ihre Schulgebühren aufzukommen, die die Eltern selbst nicht zahlen können und mit einer Schule, in die es nicht mehr reinregnet, damit können sie sehr viel anfangen. Das ist es, was sie brauchen.

Akosua

***

Mein Dankeschön für Akosuas Bericht möchte ich nicht nur in Form geschriebener Worte nach Ghana schicken. In vielen Mails habe ich sie und ihre Arbeit ein kleines bisschen kennengelernt und bin wirklich beeindruckt von dem, was sie tut. Und deshalb möchte ich euch ans Herz legen, euch selbst ein Bild von Amebii Ghana zu machen. Neben umfassenden Informationen, Hintergrundwissen und einem Newsletter findet ihr auf der Homepage auch eine ausdrucksstarke Fotogalerie und habt die Möglichkeit, "ein kleines Stückchen Ghana" in Form handgefertigter Armreifen zu erwerben:




Die "Nüsse" sind aus Kokosnussschalen hergestellt und man entscheidet selbst, wieviel man bezahlen möchte, um damit Amebii Ghana zu unterstützen. 


"Wir würden uns freuen, wenn ihr uns und somit die Kinder in Ghana unterstützen würdet.
Vielen Dank für eure Hilfe, Meda w’ase und liebe Grüße aus Accra.
Akosua"


Aktuelle News gibt´s auch hier: Amebii Ghana bei Facebook
Außerdem berichtet Akosua auf ihrem Blog über Sonnenstrahlenmomente - wie passend!

Wenn ihr auch an der Weltumradlung teilnehmen und von irgendwoher etwas rund ums Rad berichten wollt - nur zu!
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Schickt eure Ideen einfach an diefahrradfrau@gmail.com
Ich freue mich auf eure Mails!

Bis bald!
diefahrradfrau

Kommentare:

  1. Danke für diesen Bericht! Das hat mich gleich wieder an die Bücher erinnert, die ich zum Thema "Mit dem Fahrrad durch Afrika" gelesen habe, erinnert und mir vor Augen gehalten, wie gut wir hier leben ...

    Viele liebe Grüße von Rena

    www.dressedwithsoul.blogspot.de

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  2. Ein toller Bericht aus Afrika! Da sieht man wieder mal, in welchem Luxus wir hier Leben!
    Fahrradfahren ist dort wohl eine echte Herausforderung!
    Viele Grüße von Margit

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  3. Vielen Dank für den tollen Ghana-Bericht samt schönen Fotos! Ich habe gerade ewig lang auf der Homepage gestöbert! Da schaue ich jetzt auch öfter vorbei!
    Viele Grüße
    Sabine

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  4. Vielen Dank für den interessanten Bericht! Kaum zu glauben, das Radfahren bei diesem Verkehrsgewimmel möglich ist.
    LG Sabine

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  5. Unglaublich, wie weit es schon bei world wide wheeling ging! :) Ich fahre ja am Wochenende auch in den Urlaub. Zwar "nur" nach Belgien, aber ich werde auf jeden Fall die Augen nach geeignetem Fahrradmaterial offen halten. ;)

    Der Post ist mal wieder superinteressant. Tolle Arbeit, die Akosua da leistet. Werde mich gleich mal auf ihrem Blog und der Website umschauen...

    Mit Holunder wollte ich übrigens auch schon immer mal was machen... Irgendwann, wenn ich einen eigenen Garten habe, DANN! :D

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  6. Danke dir für den Beitrag und deine Hilfe.

    Alles Liebe,
    Akosua

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